SPD bringt Verkehrsberuhigung ins Rollen

Die lang ersehnte Verkehrsberuhigung der Berliner Landstraße könnte nun tatsächlich kommen: Nach einem Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung von Fahrrad-Randstreifen einigte sich der Liegenschaftsausschuss darauf, statt kleiner Verbesserungsversuche nun gleich die ganze Maßnahme in Angriff zu nehmen. Ein fertiger Plan zur Umwandlung der ehemaligen Bundesstraße in eine Tempo-30-Zone liegt seit Jahren vor.

Zur Debatte stand in der Sitzung am 6. Juni eigentlich der Antrag der SPD-Fraktion, seitliche Streifen zur Fahrbahnverengung aufzubringen, um zumindest kurzfristig und kostengünstig für eine Beruhigung des Verkehrs zu sorgen. „Seit Jahren wird den Bürgern und Anliegern eine Verringerung der Höchstgeschwindigkeit auf der Berliner Landstraße von 30km/h in Aussicht gestellt. Von Seiten der Verwaltung wird immer argumentiert, dass dies auf Grund der Breite und somit wegen der gesetzlichen Vorgaben nicht möglich sei“, erklärte SPD-Ausschussmitglied lhan Farrenkopf die Idee hinter dem Antrag. „Das Anbringen eines Fahrradschutzstreifens und eines Parkstreifens hätte die Fahrbahnbreite auf 4,65 m verringert und das Problem wäre kostengünstig gelöst.“

„Dann machen wir es doch lieber gleich richtig“, stellte Versammlungsleiter Torsten Dreyer daraufhin fest und schlug vor, die bereits vorhandenen konkreten Pläne für die Verkehrsberuhigung umzusetzen. Dem Plan, dies in die entsprechenden Gremien zur Abstimmung zu schicken, schlossen sich auch die SPD-Vertreter im Ausschuss an.

Konkrete Umsetzung wurde 2013 vorgestellt

Die Verkehrsberuhigung ist für die Anwohner seit vielen Jahren ein Ärgernis. Ilhan Farrenkopf, seit September vergangenen Jahres Mitglied im für Straßen zuständigen Liegenschaftsausschuss, hat in den alten Sitzungsunterlagen gestöbert und die Historie recherchiert. „Diskutiert wird darüber in den Ausschüssen schon seit 2009“, sagt Farrenkopf. Nachdem die SPD auf die Verkehrsberuhigung gedrängt hatte, sei am 28.11.2013 durch ein Ingenieurbüro ein Bebauungsvorschlag gemacht worden, der in mehreren Teilabschnitten eine Verengung der Fahrbahn, Parkbuchten und Kreuzungsneugestaltungen vorsieht. „Damals scheiterte es am Geld. Jetzt spricht eigentlich nichts dagegen, diese Pläne wieder umzusetzen“, sagt Farrenkopf. Die 2014 erwarteten Kosten lagen bei insgesamt 523.000 Euro, dürften aber nun darüber liegen.

Der Ausschuss beschloss, das Thema an den Finanzausschuss zu geben, damit die finanziellen Mittel in den nächsten Haushalt eingestellt werden können. Zugleich wurde die Verwaltung aufgefordert, die Umsetzbarkeit dieses lang geplanten Vorhabens zu recherchieren.

Auch Verkehrssituation „Langer Asper/Ostring“ bleibt nun auf der Agenda

Auch ein weiterer Antrag, der die schwierige Verkehrssituation an der Ausfahrt des Wohngebietes „Langer Asper“ auf den Ostring betrifft, wird dank der SPD auf der politischen Agenda bleiben. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, die für notwendige Änderungen von Ampelschaltungen oder Sicherungsmaßnahmen die Machbarkeit einer manuellen Verkehrszählung zu prüfen. Da der Ostring eine Kreisstraße ist, ist ein solcher Schritt als Entscheidungsgrundlage notwendig.